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Die K-A-I Methode

Liebe Eltern und Erzieher(innen)!

Selbstständige regelmäßige Mundhygiene - von Kindheit an - ist eine wichtige Erziehungsaufgabe
und oftmals eine echte Herausforderung für Eltern und Erzieher. Getreu dem Sprichwort
"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" kommt es darauf an, dass die Kinder das richtige Zähneputzen schon frühzeitig erlernen:

Spielerisch erlangen die Kleinsten ihre ersten Fähigkeiten auf diesem Gebiet.
Dazu braucht es bei den anfänglichen Versuchen nicht mehr als eine Kinderzahnbürste und Wasser.
Bald kann dann eine Kinderzahncreme hinzukommen.

Ich hoffe, dass bei dieser Informationsseite der Spaß am Thema Mundhygiene nicht zu kurz
kommt und wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg bei Ihrer wichtigen Arbeit.


Wir haben gut lachen ...



Die ersten Milchzähne brechen mit 6 - 8 Monaten heraus.

Leider können sich auch schon Säuglinge frühzeitig mit Karies infizieren. Kranke Milchzähne wiederum können die nachwachsenden "richtigen" Zähne schädigen. Deshalb sollten Eltern auch vermeiden, runtergefallene Löffel oder Nuckel "sauber" zu lecken.

Mit Vollendung des dritten Lebensjahres ist das Milchgebiss mit zwanzig Zähnen vollständig ausgebildet.

Bereits wenn die ersten vier Zähne da sind, sollte man damit beginnen, das Kind spielerisch mit dem Zähneputzen vertraut zu machen und ein eigenes Interesse des Kindes am Umgang mit der Zahnbürste zu wecken. Die Erzieher in Kindergärten und Kindereinrichtungen sollten die Eltern in ihrem Bemühen um eine Anerziehung einer regelmäßigen und selbstständigen Zahn- und Mundhygiene bei ihren Kindern mit aller Kraft unterstützen.

Ab dem 6. bis hin zum 14. Lebensjahr wachsen die bleibenden Zähne nach und ersetzen, Zahn für Zahn, das gesamte Milchgebiss.

Bis zum 30. Lebensjahr folgen noch zwölf Backenzähne. Das vollständige Dauergebiss eines Erwachsenen umfasst dann 32 Zähne: 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne und 20 Backenzähne. Den bleibenden Zähnen folgen nur noch die sogenannten "Dritten". Jeder kranke Zahn der sich nicht mehr reparieren lässt geht verloren. Da von selbst kein neuer Zahn mehr nachwächst, kann die entstandene Lücke nur noch durch einen künstlichen Zahn aus Kunststoff oder Keramik geschlossen werden.

Je früher Kinder eine eigenständige und gründliche Zahn- und Mundhygiene erlernen, um so besser ist das für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Denn mit gesunden und gepflegten Zähnen hat man immer gut Lachen.

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Unsere hilfreichen Werkzeuge



Vom ersten Milchzahn an begleiten uns die Zähne als natürliche Werkzeuge bis ins hohe Alter.

Wie eine zuverlässige Maschine die aus verschiedenen Bauteilen zusammengesetzt wurde, verrichten Ober- und Unterkiefer mit ihren Schneide-, Eck- und Backenzähnen täglich perfekt ihre Arbeit.

Niemand würde beim Essen gern auf seine Zähne verzichten. Dennoch gibt es einige - zumeist ältere - Menschen, die leider ohne ihre eigenen Zähne auskommen müssen. Trotz der Verwendung künstlicher Zähne bereitet ihnen das Essen oftmals Schwierigkeiten und führt so zu Einschränkungen bei der Wahl ihrer Lebensmittel.

Also müssen wir, wie bei einer Maschine, so gut es geht dafür Sorge tragen, dass unsere "Werkzeuge" immer gepflegt sind und dass sie regelmäßig kontrolliert und wenn nötig repariert werden, damit sie jederzeit einsatzbereit sind und uns lange erhalten bleiben.

Ein gesundes Gebiss begünstigt auch eine normale Lautbildung und somit eine deutliche Aussprache.

Fehlentwickelte Kiefer oder ein fehlerhaftes Gebiss können hingegen das Erlernen der Sprache bei Kleinkindern erschweren und auch die Ursache für spätere Sprachstörungen sein.

Natürlich bestimmt das Gebiss nicht zuletzt auch mit über unser Aussehen. Dabei ist es entscheidend, ob die Zähne klein oder groß sind.

Wichtig ist: Saubere, gepflegte Zähne und ein frischer Atem wirken auf unsere Mitmenschen immer sympathisch.

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Zähneputzen nicht vergessen



Wirksame Zahnpflege und Mundhygiene ist jedoch nicht nur eine Frage der Regelmäßigkeit. Wichtig ist auch die richtige Handhabung einer geeigneten Zahnbürste und die Verwendung einer wirksamen Zahncreme.

Richtiges Zähneputzen dient nicht nur der Reinigung der Zähne. Es massiert zugleich das Zahnfleisch und bewirkt damit dessen Kräftigung.

Optimal ist das Putzen nach jeder Mahlzeit, weil Speisereste sofort entfernt werden und schädigende Beläge (Plaque) gar nicht erst entstehen kann. Allerdings erfordert dies mehr als eine ständige einsatzbereite Zahnbürste, nämlich ein enormes Maß an Selbstdisziplin.

Auf alle Fälle sollte aber jeder 2 x täglich 2 - 3 Minuten für die Pflege und Gesunderhaltung seiner Zähne mit gründlichen, kreisenden Putzbewegungen aufwenden.

Zahnbürsten gibt es in zahllosen Formen und Farben. Eine kindgerechte Zahnbürste zeichnet sich jedoch durch folgende Merkmale aus:
  • Abgerundete, weiche Borsten
  • Kurzer Bürstenkopf
  • Kompakter Bürstenstiel für einen sicheren Griff!

Wichtig ist, dass jedes Kind seine eigene Zahnbürste hat und auch nur diese benutzt. Sie sollte deshalb immer eine bestimmte Farbe und ihren festen Platz im Badezimmer haben.

Kinder sollten auf jeden Fall eine spezielle Kinderzahncreme verwenden, weil deren Rezeptur auf die zarten Schleimhäute abgestimmt ist und die frei von allen Bestandteilen ist, die im Falle des Verschluckens Probleme bereiten könnten.

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»Der Nächste bitte«



Kinder sollten frühzeitig mit regelmäßigen Kontrollen beim Zahnarzt vertraut gemacht werden, um so Zahnerkrankungen vorzubeugen und mögliche Probleme bei der Entwicklung von Kiefer und Gebiss erkennen zu können.

Mit Hilfe modernster Technik und mit seinem scharfen Blick untersucht der Zahnarzt die gesamte Mundhöhle sehr gründlich - jeden einzelnen Zahn und das Zahnfleisch. Er achtet besonders auf Anzeichen der häufigsten Zahnerkrankungen Karies und Parodontose.

Karies entsteht, wenn der natürliche Schutzfilm der Zähne durch schädigende Beläge (Plaque), die Säuren bilden, zerstört ist und nun die gesunde Zahnsubstanz angegriffen wird.

Parodontose erkennt man daran, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht und die empfindlichen Zahnhälse freiliegen. Wenn das kranke Zahnfleisch dem Zahn nicht mehr den nötigen Halt bietet, kann im schlimmsten Fall sogar ein gesunder Zahn ausfallen.

Bei regelmäßigen Kontrollbesuchen kann der Zahnarzt rechtzeitig helfen. Er führt notwendige Zahnreparaturen durch und kann Hinweise für eine individuelle Zahnprophylaxe geben.

Der Zahnarzt kann sich zudem auf die Unterstützung von Kieferorthopäden und Zahntechnikern verlassen, die ihm mit ihrem Wissen und Können zur Seite stehen.

So kann es beispielsweise erforderlich sein, dass ein Kind über einen bestimmten Zeitraum eine Zahnspange tragen muss die dafür sorgt, dass sein im Wachstum befindliches Gebiss dauerhaft in die richtige Form gebracht wird. Jede Zahnspange wird individuell angepasst und muss stufenweise nachgestellt werden. Das Tragen einer Zahnspange ist nicht unbedingt angenehm, aber dennoch ist sie gegebenenfalls die denkbar beste Hilfe bei der richtigen Entwicklung der Kiefer und Zähne.

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Gesunde Ernährung = gesunde Zähne



Eine ausgewogene Ernährung ist Grundvoraussetzung für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden eines jeden Menschen. Für Kinder gilt das im besonderen, da ihr heranwachsender Körper besonders auf die richtigen Nährstoffe angewiesen ist.

Von einer falschen Ernährung sind die Zähne unmittelbar betroffen und können nachhaltig geschädigt werden.

Die Basis einer gesunden Ernährung bilden Getreideprodukte (ca. 40 %) wie Brot (Vollkornbrot essen!), Nudeln aus Hartweizen, Corn Flakes und Müsli. Frisches Obst und Gemüse (ca. 35 %) sind gleichfalls von großer Bedeutung. Milch und Milchprodukte (Käse, Joghurt etc.) sind für Kinder unverzichtbar. Zusammen mit anderen Lebensmitteln aus tierischer Produktion wie Fleisch, Geflügel, Wurst, Eier und Fisch macht dieser Bereich etwa 20 % unserer Ernährung aus. Was bleibt ist ein Rest von 5 %. In ihm sind neben Fetten und Ölen all die leckeren Sachen enthalten, von denen sich manch einer am liebsten zu 100 % ernähren würde: Kuchen, Schokolade, Cola, Limonade, Bonbons, Eiscrem...

Vor all den süßen Sachen auf die sich unsere Zunge freut, wird unseren Zähnen Angst und Bange. Zucker bietet den idealen Nährboden für zahnfeindliche Bakterien und erhöht deshalb das Risiko einer Karieserkrankung.

Darum tragen Eltern und Erzieher eine besondere Verantwortung beim Einkauf von Lebensmitteln.

Viele Lebensmittel sind bereits mit dem Zahnmännchen versehen, das sie als besonders zahnfreundlich ausweist.

Als weiteres Ernährungsproblem kommt hinzu, dass immer mehr industrielle Fertigprodukte auf den Tisch kommen in denen die Zutaten so fein zermahlen sind, das den Zähnen nicht mehr viel zu tun bleibt. Aber gerade das Kauen gröberer Lebensmittel, wie Vollkornbrot, ist für die Gesunderhaltung der Zähne wichtig. Einerseits wird durch das Kauen das Zahnfleisch und damit der Halt der Zähne gestärkt, zum anderen werden schädigende Beläge in einer Art Selbstreinigung abgerieben.

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»... auch für uns sind sie wichtig«



Nicht nur für uns Menschen sind die Zähne wichtig. Auch in der Tierwelt spielen sie eine große Rolle. Oftmals sind sie mehr als nur Kauwerkzeuge. Sie dienen als Waffe bei der Jagd oder zur Verteidigung, als Werkzeug beim Bau der Behausung oder als Statussymbol, um eine Führungsrolle unter Artgenossen zu behaupten.

Entsprechend ihrer Umwelt, ihrer Lebensweise und ihren Ernährungsgewohnheiten haben sich bei den Tieren im Tierreich sehr unterschiedliche Zahnformen ausgeprägt. Der Biber kann mit seinen großen, scharfen Vorderzähnen ganze Baumstämme fällen, um daraus im Wasser seine Biberburg zu bauen.

Giftschlangen haben nicht nur spitze Fangzähne, um ihre Beute zu packen sondern auch noch zwei Giftzähne mit deren Biss sie ihr Opfer betäuben. Diese Giftzähne sind spitz und haben innen eine Röhre, durch die, wie bei einer Arztspritze, das Gift gespritzt wird. Übrigens wird dieses Schlangengift von uns Menschen zur Herstellung von Medikamenten verwendet.

Der Haifisch lebt als einer der gefährlichsten Jäger in allen großen Meeren und Ozeanen der Welt. In seinen kräftigen Kiefern hat er gleich zwei Zahnreihen hintereinander, damit ihm keine Mahlzeit entgeht. Im Gegensatz zu uns Menschen hat der Hai es gut: Ihm wachsen bis an sein Lebensende immer wieder neue Zähne nach.

Die größten Zähne, so denkt man, sind die langen weißen Stoßzähne des Elefanten. Aber ausgerechnet diese sind in Wirklichkeit gar keine richtigen Zähne, sondern zwei Waffen aus Elfenbein zur Verteidigung. Die richten Zähne hat auch der Elefant dort wo er sie braucht: Im Maul. Damit zerkaut er seine ausschließlich pflanzlichen Mahlzeiten.

Bei einigen Tieren wie beim Walross, ist das Alter an der Länge der Zähne erkennbar. Dadurch können sich die älteren erfahreneren Tiere den Respekt der Herde verschaffen. Wenn ein jüngeres Walross eine Führungsposition innerhalb der Herde beansprucht, muss es nicht selten eine schmerzhaften Entscheidungskampf gegen das Leittier mit seinen Zähnen (Hauern) bestreiten.

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